Interkulturelles Abendessen

Am Abend des 18. Juli 2014 um 18:00 Uhr trafen sich Mädchen verschiedenen Alters zum gemeinsamen Kochen. Auf dem Speiseplan standen Gerichte aus mehreren Ländern. Um 18:30 Uhr gingen fünf der zehn Mädchen zum Einkaufen nachdem sie sich sorgfältig notiert hatten, was zu besorgen war. Ganz oben auf der Einkaufsliste stand Eis. Bei so einem warmen Wetter war das Eis natürlich der willkommenste Nachtisch, den es überhaupt gab. Es wurde in schnellem Schritt der nächste Supermarkt angesteuert. Da die Mädels sehr unterschiedliche Vorstellungen vom Kochen hatten, wu
rde über jede Zutat kräftig diskutiert. Die eine wollte die Suppe aus biologischen Zutaten herstellen, die andere wollte einfachheitshalber Fertigsuppen kaufen. Man ging dann einen Kompromiss ein, der für alle annehmbar war: die Vorspeisen durften Fertiggerichte sein, jedoch sollte für die Hauptspeise nur frisches Gemüse benutzt werden. Auch bei dem Salatdressing war man sich anfangs uneinig. Der American Dressing zettelte wieder eine kleine Diskussion an, setze sich aber gegen den Kräuterdressing durch. Nach dem Großeinkauf beim Supermarkt gingen drei der fünf Mädels Wassereis (bei den jüngeren Mädels auch als „Kratzeis“ bekannt) besorgen, da sie es den kleinen Mädels versprochen hatten. Als sie dann zur Stelle kamen, wo die anderen beiden Mädels hätten warten sollen, wurden sie von deren Abwesenheit überrascht. Ohne weiter darüber nachzudenken, liefen sie zum Verein zurück. Der Plan der mit den Einkaufstüten wartenden Mädels war es, die Tüten im Verein abzustellen, um dann wieder zu dem Wartepunkt zu rennen und zu erzählen, sie hätten den Einkauf verloren. Diese Plan ging aufgrund der Zeiteinschätzung mächtig daneben.
Im Verein angekommen wurden als erstes die Zutaten des grünen Salats geschnitten, der in vielen Kulturen zu finden ist. Die Kürbiscremesuppe, deren Ursprung nicht genau bekannt ist, der jedoch in der europäischen und amerikanischen Küche groß Beliebtheit erlangt hat, diente als Vorspeise. Während eine süße kleine Köchin sich um die Suppe kümmerte, begannen die anderen damit die Auberginen längs zu schälen. Die Mädels, die einkaufen waren, ruhten sich erst einmal vom Tragen aus und überlegten sich schon einmal eine schöne Tischdekoration. Die Suppe und der Salat waren fertig. Nun ging es an die Bouletten, die schön verziert in den Auberginen in den Ofen kamen. Daneben sollte es Pommes mit Ketchup geben und so wurden die Kartoffeln ebenfalls geschält und geschnitten. Kurz bevor man die Kartoffeln braten wollte, fiel auf, dass das vorhandene Öl nicht reichen würde und so mussten wieder zwei der Mädels einkaufen gehen. Um sicher zu stellen, dass auch wirklich nichts mehr fehlte, wurde dann sicherheitshalber noch einmal in der Küche angerufen. Als die Bouletten fertig waren, wurde der eigentlich geplante Nachtisch gebacken: die Crumbles.
Crumble ist eine US-amerikanische Nachspeise, die mit Vanillepudding und Früchten serviert wird. Auch hier gab es wieder eine Arbeitsteilung. Die eine „Crumblerin“ kümmerte sich um den Vanillepudding, während die andere ganz liebevoll den Teig rührte und ihn auf ein Blech goss. Nachdem der Teig zu einer knusprigen Masse wurde, nahm man ihn aus dem Ofen und verteilte ihn auf kleine Schüsseln, auf die man dann den Pudding und die Früchte gab.
Der Tisch wurde in Windeseile gedeckt. Das war aber noch nicht alles. Es gab eine kleine Überraschung für ein Mädchen, die vor kurzem Geburtstag hatte. Als sie saß, kam eine ihrer Freundinnen mit einem Geburtstagskuchen in der Hand vorbei und das Geburtstagskind war zu Tränen gerührt, als plötzlich alle anfingen für sie zu singen. Damit hatte sie nun wirklich nicht gerechnet.
Nach der Überraschung saßen alle am Tisch und es setzte ein gefräßiges Schweigen ein, das nach einigen Minuten gebrochen wurde. Es wurde gelacht, sich amüsiert und gegessen. Um Platz für den Nachtisch zu schaffen und eine kleine Pause zu machen, wurde der Tisch abgeräumt. Während man den Nachtisch genoss, wurde auch ein kleines Spiel gespielt. Jeder sollte sich eine Person für den Sitznachbarn ausdenken und den Namen dieser Person auf die Stirn des anderen kleben ohne es ihm zu zeigen. Es wurde nach Schauspielern, Fußballern, Sängern und Politikern gerätselt. Die erste wusste schon nach zwei Runden, wer sie war. Bei anderen mussten erst die richtigen Fragen gestellt werden, um ans Ziel zu kommen.
Alles in allem war es ein sehr schöner Abend, der auf jeden Fall wiederholt werden musste.

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