Erfolgsgeschichten aus Spandau

Das Projekt „Erfolgsgeschichten aus Spandau“ hat die Zielsetzung junge Menschen bei ihrer Zukunftsplanung und ihrem schulischen Werdegang zu motivieren. Der Spandauer Jugend e.V. möchte mit der Vortragsreihe erfolgreichen Vorbildern aus Spandau die Möglichkeit geben ihre Erfahrungen und Erfolgsrezepte mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen aus dem Kiez zu teilen.

Der zweite Teil der „Erfolgsgeschichten aus Spandau“ fand am 22. März 2014 um 1500 Uhr in dem großen Saal in der Kleinen Mittelstraße 9 statt. Dieses Mal war der erfolgreiche Diplom Kleinkindpädagoge Serdar Kaymaz bei der Spandauer Jugend e.V. zu Gast. Die Zuhörerschaft bestand aus jungen Studenten und Abiturienten, die selber mit sozialer Arbeit zu tun haben und sich von diesem Treffen viele gute Tipps im Umgang mit Kindern erhofften.

Angefangen mit seiner Kindheit berichtete uns Serdar Kaymaz über sein Interesse für das Verhalten seiner Mitmenschen. Schon von Kind auf beschäftigt er sich sehr gerne mit Geisteswissenschaften. Dieses Interesse ist es, so sagt er, was den Erfolg ausmacht.

Auch nach dem Abitur stand fest, dass der junge Diplom Pädagoge diesen Weg der sozialen Arbeit einschlagen würde. Trotz der fehlenden Akzeptanz seitens seiner Familie für das ausgewählte Studium, ging er seinen Weg. Er erkannte auch, dass Veränderungen erst möglich sind, wenn man bereit ist, sich selbst zu verändern. Seit Jahren arbeitet der Dipl. Kleinkindpädagoge nun schon in dem Beruf, den er liebt. Die Formel des Erfolgs ist es einen Beruf zu wählen, der einen berührt und einem die Kraft gibt, jeden Morgen froh und munter aufzustehen.

Er berichtete uns auch über einen sehr bedeutenden Fall in seiner beruflichen Karriere, bei dem er sich und sein Empathie-Talent beweisen durfte. In seiner Arbeit mit jungen Menschen lernte und lernt er oft viele Lebens- und Leidensgeschichten kennen. Eines Tages arbeitete er mit einem jungen Mann zusammen, der im Alter von 18 Jahren an einem Tumor im Gehirn litt. Dieser junge Mensch war so deprimiert und niedergeschlagen, dass er alle Lebensfreude vergaß und sich nur noch mit seiner Krankheit quälte. Rat suchend ging er in das Arbeitszimmer des Pädagogen, der ein langes Gespräch mit ihm führte. Zu dem hoffnungslosen Jungen richtete er folgende Worte: „Versetz dich einmal in die Lage deiner Eltern und geliebten Menschen. Es liegt alles an dir. Wenn du dich fallen lässt, kann keiner dich mehr herausziehen. Sei stark, um diese Krankheit zu bekämpfen und lass dich nicht von ihr unterkriegen.“ Als gebrochener und trauriger Mensch ging dieser Junge in das Zimmer des Herrn Kaymaz, verlassen sollte er es als starker und hoffnungsvoller Mann. Doch das war noch nicht das Ende der Geschichte. Einige Monate später suchte ein anderer Junge den Sozialpädagogen auf und verlangte unter vier Augen mit ihm zu sprechen. Da dieser junge Mann sehr kräftig gebaut war, fragte Serdar Kaymaz sich, was nun wohl folgen würde. Er setzte sich nach draußen mit dem Jungen und hörte sich seine Rede an. Es stellte sich heraus, dass der junge Mann ein ganz guter Freund des anderen Jungen ist. Unter Tränen erzählte er, wie gut es seinem Freund nach dem Gespräch mit ihm ging und dass er wieder Mut und Kraft gefasst hatte, um die Krankheit zu besiegen. Er bedankte sich für die tolle Arbeit des Sozialpädagogen, der mit seinen Worten das Leben eines jungen Menschen gerettet hatte. Dieser Dank ist mehr wert als alles Materielle auf diesem Planeten. Aus diesem Grunde werden Menschen zu unvergesslichen Vorbildern und Lebensrettern in den Leben Jugendlicher.

Erfolg ist also den Weg zu erkennen, den man gehen möchte und an ihm festzuhalten, ganz egal, wer einen versucht daran zu hindern.

Danke für das Teilen dieser Erkenntnis, Herr Kaymaz.

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